Jacqueline's Modellbauseiten: 

Lockheed P-38 Lightning

   

Der Prototyp der Lightning flog erstmals am 27. Januar 1939. Hier ein Bild einer Vorserien-Maschine, einer YP-38.

Die P-38 kam ab 1942 an praktisch allen Fronten zum Einsatz. Am erfolgreichsten war sie im Pazifikraum, wo sie mehr japanische Flugzeuge zerstörte als jedes andere alliierte Jagdflugzeug. Die erfolgreichsten US-Jagdflieger, Dick Bong und Thomas McGuire, flogen beide diesen Flugzeugtypen.

Die zweimotorige Auslegung machte sie zwar etwas schwerfällig, aber auch sicherer: Für viele Piloten war es beruhigend, notfalls noch auf einem Motor nach Hause "humpeln" zu können. Bis 1945 wurden total mehr als 9'900 Lightnings gebaut. Die meisten Lightnings der USAAF wurden 1946 ausgemustert.

History

Nur eine Handvoll P-38 ist heute noch flugfähig. Eine der bekanntesten war "White Lightning" von Lefty Gardner, die ich den 1990ern einige Male in Reno, Nevada aufnehmen konnte. Sie gehört heute zur Flotte der "Flying Bulls" in Salzburg.

Originalbilder
Originalbild 1
Originalbild 2
P-38F
P-38J-10
McGuire's P-38J


Lockheed P-38E Lightning
(Academy)

Die erste einsatzfähige Version der P-38. Die dargestellte Maschine war 1942 auf den Alëuten im Nordost-Pazifik stationiert, einer extrem unwirtlichen Gegend. Hier ein zeitgenössisches Foto - ausnahmsweise bei schönem Wetter aufgenommen... und noch eins.


Lockheed P-38J Lightning
(Academy)

Eine „fortschrittlichere“, ab August 1943 eingeführte Version der P-38, erkennbar an den modifizierten Motorgondeln. Diese Einrichtung ermöglichte es erstmals, das volle Leistungspotential der Allison-Motoren auszuschöpfen.

 „Yippee“ war die 5'000. produzierte Lightning. Sie wurde im Frühjahr 1944 für PR-Zwecke mit einem auffälligen, roten Anstrich versehen und von den Lockheed-Testpiloten Milo Burcham und Tony LeVier vorgeführt.

Originalbild 1 Originalbild 2      


Lockheed F-5E Lightning
(Academy)
Unbewaffnete Fotoaufklärer-Variante der bekannten P-38 Lightning. In der Nase waren an Stelle der Bordwaffen mehrere Kameras installiert. Der berühmte Flieger und Schriftsteller St. Exupéry flog im 2. Weltkrieg Aufklärungseinsätze mit diesem Typ. Seit dem  31. Juli 1944 gilt er als vermisst; erst vor Kurzem soll das Flugzeugwrack bei Marseille entdeckt worden sein.


Lockheed P-38M Night Lightning
(Academy)
Die Lockheed P-38M Night Lightning war die letzte Vertreterin der bekannten P-38-Familie. 75 (manche Quellen nennen auch 80) Exemplare wurden aus ganz "normalen" P-38L umgebaut.

Das auffälligste Merkmal ist der hinter dem Cockpit angebaute, erhöhte Arbeitsplatz für den Radar Operator. Eine ziemlich enge, für Klaustrophobie-Geplagte denkbar ungeeignete Angelegenheit! Der R/O konnte, je nach Körpergrösse, kaum aufrecht sitzen und musste die Beine links und recht neben dem Pilotensitz platzieren. Ebenfalls auffällig ist der Pod unter der Flugzeugnase, der ein kleines, aber für die damalige Zeit erstaunlich leistungsfähiges Radar enthielt.

Die Modifikationen hatten nur unwesentlichen Einfluss auf die Flugleistungen der Night Lightning, sodass man die P-38M mit gutem Gewissen als eines der besten (wenn auch nicht unbedingt komfortabelsten...) Nachtjagdflugzeuge seiner Zeit bezeichnen kann. Allerdings bekam sie keine Gelegenheit mehr dazu, dies auch zu beweisen: Als die ersten Night Lightnings im Einsatzgebiet eintrafen, hatten die Japanesen die Lust am Kriegführen gerade verloren.

Dafür gehörten die P-38M zu den ersten Maschinen, die von den Alliierten auf dem japanischen Festland stationiert wurden. Nachdem es bei der USAAF keinen Platz mehr für die P-38 gab, wurden im Frühjahr 1946 auch die Night Lightnings ausgemustert.

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