Jacqueline's Modellbauseiten: 

North American P-51 Mustang

   

Das wahrscheinlich bekannteste US-Jagdflugzeug im 2. Weltkrieg. Erstflug des Prototyps im Oktober 1940. Ursprünglich für die Royal Air Force gebaut, wurde sie später vor allem als Begleitschutz für die US-Bomberverbände bekannt. Wurde ab der B- und C-Version mit britischen Rolls-Royce Merlin Motoren ausgerüstet, was zu einer enormen Leistungssteigerung führte. Total wurden gegen 15'000 Mustangs gebaut.

Der Name "Mustang" wurde übrigens von den Engländern eingeführt und erst dann (ausnahmsweise!) von den Amerikanern übernommen, die das Flugzeugmuster ursprünglich "Apache" nennen wollten.

Nach dem Krieg wurden viele der überzählig gewordenen Mustangs exportiert, u.a. auch in die Schweiz.

History

Zahlreiche Mustangs befinden sich heute in privaten Händen und in flugfähigem Zustand, wie z.B. hier die P-51D F-AZSB, von mir höchstselbst aufgenommen am 28. August 2011 in Lausanne-Blecherette.

Originalbilder
P-51
RAF Mustang I
P-51A
P-51B
RAF Mustang III
RAF Mustang III
F-6C
F-6C
P-51D "Old Crow"
 
P-51D "Alp Girl"
P-51D "E2-S"

 

North American P-51 / F-6A Mustang

 

(Bausatz: Accurate Miniatures)

Die P-51 (ohne Index!) war die erste von der USAAF eingesetzte Version der Mustang und auch die einzige, welche vier 20-mm-Kanonen als Flügelbewaffnung hatte.

Unter der Bezeichnung Mustang IA gingen davon 93 Stück an die Royal Air Force.

55 der bei den US-Streitkräften verbliebenen P-51 wurden nachträglich mit Kameras hinter dem Cockpit ausgerüstet, um sie als bewaffnete Aufklärer verwenden zu können. Dies führte zu der neuen Typenbezeichnung F-6A.

Das Modell zeigt eine F-6A der 111th Tactical Reconnaissance Squadron / 69th TRG, welche 1943 in Nordafrika stationiert war.



North American A-36 Apache

 
(Bausatz: Accurate Miniatures)

Sturzkampfbomber-Version der "frühen", d.h. mit amerikanischen Allison-Motoren ausgerüsteten P-51. Die A-36 wurde in 500 Exemplaren gebaut und 1943/44 in Nordafrika, Italien sowie CBI (China-Burma-India) eingesetzt.

Der Name "Apache" wurde von der USAAF nie offiziell übernommen, ebensowenig die vorgeschlagene Bezeichnung "Invader", die bereits anderweitig vergeben war.

Das Modell stellt eine A-36 dar, welche 1944 bei der 524th FBS / 27th FBG in Italien im Einsatz war. Pilot von "Dorothy Helen" war Major John P. Crowder.

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eine heute noch flugfähige A-36

History A-36



North American A-36 Apache

 

(Bausatz: Accurate Miniatures)

Eine weitere A-36, mit sehr auffälligen Einsatzmarkierungen. Sie stand im Frühjahr 1944 bei der 522nd FBS / 27th FBG in Italien im Einsatz.

Dieses Modell war eine Auftragsarbeit für einen Kollegen.



North American P-51A-1 Mustang
(Bausatz: Accurate Miniatures)

Die letzte P-51-Version, die noch mit den ursprünglichen Allison-Motor ausgerüstet war.

Ursprünglich war geplant, 1'200 P-51A zu bauen. Im Hinblick auf die bald nachfolgenden, mit Merlin-Motoren ausgerüsteten Mustangs wurde das Baulos jedoch auf 310 Exemplare gekürzt. 50 davon gelangten unter der Bezeichnung "Mustang II" an die Royal Air Force.

"Slick Chick" war die zweite gebaute Maschine der A-Serie; sie gelangte nie zum Kampfeinsatz und verblieb in den USA, wo sie ausschliesslich für Testzwecke verwendet wurde.

Detailaufnahme

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North American F-6B-1 Mustang

 

(Bausatz: Accurate Miniatures)

Bei der F-6B handelt es sich um die Aufklärervariante der P-51A; von ihr wurden 35 Exemplare gebaut.

"Little Sir Echo II" war 1944 in Middle Wallop, England, stationiert, von wo aus Major Russ Berg mit ihr u.a. in den Tagen der Invasion Aufklärungseinsätze flog. Sie wurde mit einer "Malcolm-Hood" nachgerüstet, um dem Piloten eine bessere Sicht zu ermöglichen.

Wenig bekannt ist, dass mit Allison-Motoren ausgerüstete Mustangs noch sehr lange eingesetzt wurden, auch nachdem eigentlich bereits Nachfolgemodelle vorhanden waren. Bei Kriegsende blieb allerdings nur noch eine Handvoll davon bei der USAAF übrig.

 


North American P-51B-10 Mustang
(Bausatz: Tamiya)

In Inglewood, California, wurden total 1'988 P-51B gebaut. Die hier gezeigte Mustang wurde ebenfalls mit einer Schiebehaube nachgerüstet, einer sogenannten "Malcolm-Hood".

"Big Mac Junior" wurde von Captain John Brown Junior (363rd Fighter Group / 382nd Fighter Squadron) geflogen.

Die Maschine fiel am 8. August 1944 der deutschen Flak zum Opfer; Brown konnte sich mit dem Fallschirm retten, gelangte aber erst im September '44 wieder zu seiner Einheit zurück.

Originalbild

Kurzdoku



North American P-51C Mustang
(Baiusatz: Tamiya P-51B)

Von dieser - mit der oben erwähnten P-51B völlig identischen - Version entstanden im Werk von Dallas, Texas total 1'750 Exemplare.

Das Modell stellt eine Mustang dar, welche 1944/45 von Clarence "Lucky" Lester, einem
Tuskegee Airman, von Italien aus geflogen wurde. Er erzielte als erster afro-amerikanischer Pilot drei Abschüsse bei einem einzigen Einsatz.



North American P-51D-5 Mustang
(Bausatz: Tamiya + Ultracast Umbauset)

Die bekannteste und mit 7'956 Exemplaren meistgebaute P-51-Version. Markantestes Merkmal gegenüber den Vorgängermodellen war die grosse Plexiglas-Haube, welche den Piloten eine wesentlich bessere Rundumsicht ermöglichte.

Das Modell stellt eine frühe P-51D dar, erkennbar an der noch fehlenden Rückenfinne vor dem Leitwerk. Lt. Arnold "Moon" Mullins war 1944 mit dieser Maschine auf der Basis von Kingscliffe/UK stationiert. Mullins flog Jahre später während des Koreakrieges nochmals Einsätze mit P- bzw. F-51D.

Originalbild



North American P-51D-20 Mustang
(Bausatz: Tamiya + XS Models Umbauset)

Die hier dargestellte Mustang tat bis 1959 Dienst bei der kanadischen Luftwaffe und ging danach in zivile Hände über. In den 1960/70er Jahren nahm sie an den Flugzeugrennen in Reno, Nevada teil, wo 1970 Pilot und Eigentümer Clay Lacy mit ihr den Titelgewinn holte. "Backseater" war oft eine Snoopy-Stoffpuppe.

Lacy erregte aber noch auf ganz andere Weise Aufmerksamkeit: Als Pilot des grössten Rennflugzeuges aller Zeiten (einer DC-7), als Stuntflieger (hier mit einer DC-8 mit Stuntman auf dem Dach), als Film-Pilot / -Berater / -Koordinator ("Top Gun", "Flight of the Intruder" etc.), aber auch als Besitzer einer der grössten Charterfluggesellschaften in den USA. Er soll angeblich momentan die höchste Flugstundenzahl aller heute noch lebenden Piloten auf dem Konto haben.

Seine Mustang fliegt Lacy vermutlich nicht mehr; als "Unruheständler" mit Jahrgang 1932 dürfte er inzwischen andere Prioritäten haben.

Originalbild



P-51 "World Jet"
(Bausatz: High Planes)

Eine stark modifizierte North American P-51D Mustang, welche seit 1988 an den jährlichen Flugzeugrennen in Reno, Nevada teilnimmt. Augenfälligstes Merkmal ist der 2380 PS leistende Rolls-Royce Griffon Motor mit zwei gegenläufigen Propellern, welcher an Stelle des üblichen, "nur" 1500 PS starken Originalmotors eingebaut wurde. 

Es gibt allerdings noch weit stärker motorisierte Mustangs, z.B. "Miss America", "Strega" oder "Dago Red". 

Der Baubericht             Das Original