Jacqueline's Modellbauseiten: 

Blackburn Skua

   

Eigentlich ein eher unscheinbares Flugzeug, war die Skua ein bedeutender Fortschritt für die Royal Navy: Sie war ihr erster Eindecker mit Einziehfahrwerk, geschlossener Kabine und Landeklappen. Der Erstflug erfolgte 1937. Eine fatale Entscheidung war, das Flugzeug nicht nur als Sturzkampfbomber, sondern auch als Jäger einzusetzen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 360 km/h war sie für letztere Aufgabe denkbar ungeeignet. Trotz ihrer Schwächen konnte sie nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges einige Erfolge verbuchen: Skuas schossen als erste britische Flugzeuge am 26. September 1939 eine deutsche Maschine, eine Do 18, ab. Am 10. April 1940 versenkten Skuas mit dem Kreuzer "Königsberg" das erste grössere deutsche Schiff. Vermutlich war das sogar die erste Versenkung eines grösseren Schiffes durch Sturzkampfbomber überhaupt.

Meistens genügten aber die Leistungen der Skuas nicht, die Verluste waren enorm hoch. Deshalb wurden im April 1941 die letzten Skuas vom Frontliniendienst zurückgezogen und durch Sea Hurricanes und Fulmars ersetzt. Bis 1945 leisteten einige Skuas noch sekundäre Dienste, wie z.B. als Zielschlepper.

Originalbilder
Bild 1
Bild 2
Bild 3
 
Buchtipp


Blackburn Skua Mk.II
(Bausatz: Special Hobby)
Das Modell zeigt die L2963, eine von 15 Skuas, welche am 13. Juni 1940 das in einem norwegischen Fjord vor Anker liegende Schlachtschiff "Scharnhorst" angriffen. Von den 15 Skuas kehrten nur sieben zu ihrem Flugzeugträger zurück. Die L2963 fiel vermutlich dem späteren Fliegeras Oblt. Gordon Gollob zum Opfer. Der Pilot der L2963 konnte seine Maschine in Küstennähe notwassern und geriet anschliessend zusammen mit dem Navigator/Bordschützen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Die Skua wurde von deutschen Truppen geborgen und eingehend untersucht.