Jacqueline's Modellbauseiten: 

Martin 167F / Maryland Mk.I
"2"
(Bausatz: Special Hobby)

 

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Die hier dargestellte Martin 167F gehörte zur Vichy-französischen Luftwaffe, bevor eine Besatzung mit ihr am 10. Februar 1941 von Rabat, Marokko nach Gibraltar desertierte. Sie wurde unverzüglich als Maryland Mk.I ins Inventar der RAF übernommen und ab Mai 1941 von Malta aus von der 69 Squadron als Aufklärer eingesetzt. Der französische Tarnanstrich wurde aus Zeitersparnis gleich beibehalten. Die Maschine wurde oft von Adrian Warburton, dem britischen Aufklärer-As, geflogen.

Warburton flog im November 1940 - mit einer anderen Maryland - einen Aufklärungseinsatz über Taranto, wo sich ein grosser Teil der italienischen Kriegsflotte versammelt hatte. Da die Kameras versagten, flog Warburton so tief, dass seine Besatzungsmitglieder die Namen der Schiffe lesen und notieren konnten. Die so gewonnenen Informationen waren äusserst hilfreich für die Vorbereitung des Angriffes in der folgenden Nacht, bei dem trägergestützte Fairey Swordfish der britischen Fleet Air Arm einen grossen Teil der italienischen Flotte zerstören konnten.

Warburton war ja eigentlich Aufklärer-Pilot, was ihn aber nicht davon abhielt, seinen Jagdinstinkt auszuleben: 13 italienische Maschinen fielen seinen Flügel-MGs bzw. den Bordschützen der von ihm gesteuerten Marylands zum Opfer.

Viele Legenden ranken sich um Warburton - wovon erstaunlich viele wahr sind. Vermutlich auch die: Als im März 1941 auf ganz Malta kein Schnaps mehr zu haben war, flog er kurzerhand mit einer Maryland (AR735) in geheimer Mission nach Griechenland, um den "Stoff" dort zu besorgen. Eine ähnliche Aktion soll er vor Weihnachten 1942 mit einer zusammengeschusterten Vickers Wellington durchgezogen haben, aber das ist eine ganz andere Geschichte...

>>> Marylands auf Malta: Artikel FlyPast vom Januar 2003 <<<

 

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