Jacqueline's Modellbauseiten: 

Martin B-26G-15 Marauder
44-67894 / "TQ-M"
(Bausatz: Monogram)

 

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Am Nachmittag des 16. April 1945 starteten 38 Marauders der 387th Bomb Group in Clastres/F zu einem Bombenangriff gegen ein deutsches Versorgungsdepot in Kempten im Allgäu/D. Der detaillierte Ablauf der Dinge, welche sich auf dem letzten Flug der hier nachgebauten B-26G "TQ-M" der 559th Bomb Squadron ereigneten, ist etwas widersprüchlich überliefert. Es gibt mindestens drei verschiedene Versionen. Folgt man in etwa dem Einvernahmeprotokoll der Besatzung vom 17. April 1944, dann hat sich Folgendes zugetragen:

Bereits vor Erreichen des Zielgebietes musste die "TQ-M" abdrehen und die Bomben notfallmässig abwerfen, da der rechte Motor zu rauchen begann. Ein Brand konnte zwar verhindert werden, aber schon kurz darauf wurde die einsame B-26 mit schwerem Flakfeuer eingedeckt. Prompt wurde der bereits stillgelegte rechte Motor getroffen, der Propeller abgerissen und gegen den Rumpf geschleudert.

Durch die Wucht des Einschlages wurde der Co-Pilot, 2nd Lt Kenneth J. Stear, aus seinem Sitz geworfen. Bordingenieur Sgt Robert L. Mercado eilte ins Cockpit, um zu helfen. Der Pilot, 2nd Lt Raymond W. Reid, hatte inzwischen sicherheitshalber den Befehl zum Absprung erteilt; die beiden Bordschützen im hinteren Teil der Maschine, Sgt Johnnie F. Jones und Staff Sgt Earl L. Theis, liessen sich das nicht zweimal sagen und sprangen unverzüglich über dem Schwarzwald ab. Beide gerieten in Kriegsgefangenschaft, wobei Jones zwei Tage später die Flucht und die Absetzung in die Schweiz gelingen sollte.

Die restlichen im Cockpit versammelten Besatzungsmitglieder beschlossen, die neutrale Schweiz anzusteuern. Die schwer angeschlagene B-26 überflog bei Wallbach den Rhein, wo sie zu allem Unglück auch noch von der Schweizer Fliegerabwehr beschossen wurde. Stear, Mercado und Bockhahn (Bombenschütze) sprangen in der Gegend von Möhlin/AG ab.

Pilot Reid blieb als Letzter an Bord und könnte noch versucht haben, seinen todgeweihten Bomber möglichst von besiedeltem Gebiet fernzuhalten. Er sprang ab, kurz bevor sich das Flugzeug oberhalb Zuzgen/AG in den "Chriesibärg" bohrte.

Leider reichte wohl die Absprunghöhe nicht zum Öffnen des Fallschirms; der erst 22jährige Raymond Reid sollte als einziger seiner Besatzung niemals heimkehren. Für seine Angehörigen war es bestimmt nicht tröstlich, dass er der letzte US-Militärangehörige war, der während des Zweiten Weltkrieges auf Schweizer Boden umkommen sollte.

Artikel aus den "Basler Nachrichten" vom 17. April 1945

Zwei ältere B-26 der 559th Bomb
Squadron, 387th Bomb Group

Diese Marauder (eigentlich eine zuletzt von
der französischen Luftwaffe geflogene B-26G)
trägt den Anstrich einer B-26B (42-95857)

der 387th Bomb Group mit den typischen
"Tigerstreifen" am Leitwerk. Sie steht heute
im US Air Force Museum in Dayton, Ohio.

 

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