Jacqueline's Modellbauseiten: 

Vickers Wellington Mk.X
HE374 / SE-X
(Bausatz: Trumpeter)

 

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Die Mk.X war die letzte und in grösster Stückzahl (3‘804) gebaute Bomber-Version der Wellington.

Die hier dargestellte Maschine gehörte zur 431 Squadron der Royal Canadian Air Force. Am 14. April 1943 war sie Bestandteil einer Armada aus 432 Bombern, welche in England zu einem nächtlichen Bombenangriff auf Stuttgart startete.

Unterwegs wurde die HE374 von zwei deutschen Nachtjägern des Typs Ju 88 angegriffen und beschädigt. Durch geschickte Abwehrmanöver gelang es dem erst 21 Jahre jungen Piloten Sgt James Avery, die Nachtjäger abzuschütteln und die Mission fortzusetzen. Zumindest vorerst, denn kurz vor dem Ziel wurde der linke Motor auch noch von einer Flakgranate getroffen und fiel aus.

Die Wellington war mit nur einem Motor nicht besonders angenehm zu fliegen, und es kostete Avery grosse Kraftanstrengung, die Maschine in der Luft zu halten. Die Bomben konnten zwar über dem Stuttgarter Bahnhof abgeworfen werden, aber es war offensichtlich, dass es der zerfledderte Bomber unmöglich zurück nach England schaffen würde.

In Absprache mit dem Navigator, Sgt William Shields, beschloss Avery daher, in die nur 30 Flugminuten entfernte, neutrale Schweiz zu fliegen. Avery hielt das Steuer so lange in der Hand, bis alle Besatzungsmitglieder über Schweizer Boden abgesprungen waren. Ihm selbst gelang es gerade noch, die Stadt Baden zu überfliegen, um dann im letzten Moment selber mit dem Fallschirm abzuspringen, bevor die Wellington sich in ein freies Feld bei Birmenstorf/AG bohrte.

Die Besatzung blieb abgesehen von kleineren Blessuren unverletzt und wurde nur relativ kurz interniert, um schon bald im Austausch gegen vier deutsche Flieger nach England entlassen zu werden, wo sie am 29. Juni 1943 ankamen.

 
Ein Originalbild der HE374 (geschweige denn einer anderen Wimpy der 431 Squadron) war trotz intensiver Suche leider nicht aufzutreiben. Hier stellvertretend eine Wellington X der 432 Squadron.
 
       
 
Die Besatzung zusammen mit Schweizer "Betreuern" während der Internierung
 


Leider sollte es kein Jahr dauern, bis zwei der fünf  Männer schliesslich doch noch vom Schicksal eingeholt wurden: Pilot James Avery kam bei einem Trainingsflug, Navigator William Shields auf dem Rückweg von einem Bombeneinsatz ums Leben.

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